Nützlinge

Heterorhabditis sp.
Nematoden gegen Dickmaulrüssler und Gartenlaubkäfer
   

Der Nützling
Die auch bei uns heimischen Heterorhabditis-Nematoden sind ca. 0,5 bis 1 mm große Fadenwürmer, die sich ausschließlich auf im Boden lebende Insektenlarven spezialisiert haben. Sie dringen im Boden aktiv in die Schädlinge ein und geben im inneren ein Bakterium ab, welches sich stark vermehrt und in wenigen Tagen den Tod der Larven herbeiführt. Die Nematoden selbst ernähren sich von diesem Bakterium vermehren sich ebenfalls und verlassen dann den abgetöteten Wirt, und sich neue Wirte zu suchen. Die abgetöteten Larven verfärben sich von cremig-weiß zu rötlich-braun.
Die richtige Anwendung - Voraussetzungen
Da die Nematoden nur die Larven u. Puppen der Dickmaulrüssler und die des Gartenlaubkäfers befallen, müssen zum Zeitpunkt der Anwendung diese Stadien im Boden vorhanden sein.
Die Bodentemperaturen sollten mindestens 12 °C betragen. Liegen die Temperaturen darunter, sterben die Nematoden nicht gleich ab. Sie sind dann nur nicht voll aktiv.
Nach einer chemischen Bodenentseuchung oder Behandlung des Bodens mit Insektiziden dürfen die Nematoden nicht angewendet werden. Die Wartezeit beträgt 12 bis 15 Wochen. Oberirdisch angewandte Spritzmittel beeinträchtigen die Nematoden nicht.
Die Nematoden sind für Menschen, Haustiere und Pflanzen in keiner Weise schädlich. Es brauchen keine Wartezeiten eingehalten werden.
Freilassung
Bringen Sie die Nematoden bitte sofort nach Erhalt aus. Ist dieses nicht möglich, können Sie die Nützlinge bei 4 bis 8 °C bis zum angegebenen Datum aufbewahren. Bringen Sie die Nematoden nicht bei direkter Sonneneinstrahlung aus.
Säubern Sie vor der Anwendung die Geräte mit denen die Nematoden in Berührung kommen. Insbesondere Rückstände von Insektiziden sind gründlich zu entfernen.
Stellen Sie zunächst ein Nematoden-Konzentrat her. Dazu entleeren Sie die Nematoden in einem Behälter mit 5 Liter Wasser. Rühren Sie dieses Konzentrat um.
Gießverfahren:
Verdünnen Sie das Konzentrat mit soviel Wasser, wie zum gründlichen Benetzen der Anwendungsfläche notwendig ist. Während der Ausbringung sollten Sie den Behälter möglichst oft schütteln, um die Nematoden in Schwebe zu halten.
Gießverfahren mit Pumpe:
Die Ausbringung der Nematoden mittels einer Pumpe ist ebenfalls möglich. Kolben und Kreiselpumpen sind in der Regel unbedenklich. Zahnradpumpen jedoch können die Nematoden zerstören. Sind Sie im Zweifel, ob Ihre Pumpe geeignet ist, fördern Sie eine kleine Menge mit der Pumpe und überprüfen Sie mit einer Lupe oder Binokular, ob die Nematoden noch aktiv sind, oder fragen Sie Ihren Berater.
Spritzverfahren:
Entfernen Sie aus der Spritze Filtereinsätze und Prallkörper. Am besten verwenden Sie zur Ausbringung eine Flachstrahldüse mit mindestens 1 mm Düsenöffnung. Der Druck sollte 3 bar nicht übersteigen. Verdünnen Sie das Konzentrat mit soviel Wasser, wie zum gründlichen Benetzen der Anwendungsfläche notwendig ist. Während der Ausbringung sollten Sie die Behälter möglichst oft schütteln, um die Nematoden in Schwebe zu halten.
Nach der Ausbringung empfiehlt es sich die Kulturen zu beregnen, um eventuell noch an der Pflanzen haftende Nematoden in den Boden zu spülen.
Das Substrat sollte nach der Behandlung mindestens 4 Wochen nicht austrocknen.
Erfolgskontrolle:
Die abgetöteten Dickmaulrüssler-Larven verfärben sind rötlich-braun. Da sie sich im Boden sehr schnell zersetzten, sind sie oft nach kurzer Zeit schon nicht mehr auffindbar.

Steinernema carpocapsae
Nematoden gegen Maulwurfsgrillen und Wiesenschnaken (Tipula)
  

Der Nützling
Die auch Fadenwürmer genannten Nützlinge sind ca. 0,5 bis 1 mm groß und nahezu transparent. Sie haben sich auf im Boden lebende Schädlinge spezialisiert und zwar vor allem auf Maulwurfsgrillen (Erwachsene und Larven) und Larven von Wiesenschnaken (Tipula). Es wurden auch Wirksamkeiten gegen Erdraupen beobachtet.
Die Nematoden dringen im Boden aktiv in die Schädlinge ein und geben im inneren ein Bakterium ab, welches sich stark vermehrt und in wenigen Tagen den Tod der Larven herbeiführt. Die Nematoden selbst ernähren sich von diesem Bakterium vermehren sich ebenfalls und verlassen dann den abgetöteten Wirt, und sich neue Wirte zu suchen.
Die richtige Anwendung - Voraussetzungen:
Die Bodentemperaturen sollten mindestens 12 °C betragen.
Im Freiland ist die Ausbringung im April/Mai am sinnvollsten, im Gewächshaus sollten die Nematoden schon im März ausgebracht werden. Der Einsatz gegen Wiesenschnaken sollte erfolgen, wenn Larven im Boden vorhanden sind.
Nach einer chemischen Bodenentseuchung oder Behandlung des Bodens mit Insektiziden dürfen die Nematoden über einen Zeitraum von mehreren Monaten nicht angewendet.
Bei lokal sehr begrenztem Befall ist es auch möglich, nur die betroffenen Bereiche zu behandeln. Der Inhalt der Packung muss auf einmal ausgebracht werden.
Die Nematoden sind für Menschen, Haustiere und Pflanzen in keiner Weise schädlich. Es müssen keine Wartezeiten eingehalten werden.
Freilassung:
Bringen Sie die Nematoden bitte sofort nach Erhalt aus. Ist dieses nicht möglich, können Sie die Nützlinge bei 4 bis 8 °C für ca. 1 Woche aufbewahren. Bringen Sie die Nematoden nicht bei direkter Sonneneinstrahlung aus.
Säubern Sie vor der Anwendung die Geräte mit denen die Nematoden in Berührung kommen. Insbesondere Rückstände von Insektiziden sind gründlich zu entfernen.
Stellen Sie zunächst ein Nematoden-Konzentrat her. Dazu entleeren Sie die Nematoden in einem Behälter mit 5 Liter Wasser. Rühren Sie dieses Konzentrat um.
Gießverfahren:
Verdünnen Sie das Konzentrat mit soviel Wasser, wie zum gründlichen Benetzen der Anwendungsfläche notwendig sind. Sie können die Nematoden nun ausgießen. Während der Ausbringung sollten Sie die angesetzte Lösung ab und zu umrühren.
Gießverfahren mit Pumpe:
Die Ausbringung der Nematoden mittels einer Pumpe ist ebenfalls möglich. Kolben und Kreiselpumpen sind in der Regel unbedenklich. Zahnradpumpen jedoch können die Nematoden zerstören. Sind Sie im Zweifel, ob Ihre Pumpe geeignet ist, fördern Sie eine kleine Menge mit der Pumpe und überprüfen Sie mit einer Lupe oder Binokular, ob die Nematoden noch aktiv sind, oder fragen Sie Ihren Berater.
Spritzverfahren:
Entfernen Sie aus der Spritze Filtereinsätze und Prallkörper. Am besten verwenden Sie zur Ausbringung eine Flachstrahldüse mit mindestens 1 mm Düsenöffnung. Der Druck sollte 3 bar nicht übersteigen. Verdünnen Sie das Konzentrat mit soviel Wasser, wie zum gründlichen Benetzen der Anwendungsfläche notwendig ist. Während der Ausbringung sollten Sie die Behälter möglichst oft schütteln, um die Nematoden in Schwebe zu halten.
Nach der Ausbringung empfiehlt es sich die Kulturen zu beregnen, um eventuell noch an der Pflanzen haftende Nematoden in den Boden zu spülen.
Das Substrat sollte nach der Behandlung mindestens 4 Wochen nicht austrocknen.